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Traumcoupes

Zwei blicken zurück ist wohl wiklich eine richtige Feststellung, wenn versucht wird, eine Beziehung zwischen dem Schneewittchensarg und zwei neueren Autos herzustellen, die irgendwo in seiner Spur zu folgen scheinen. Beim Mini Clubman mit seinem Retroauftritt mag es vielleicht noch eine Verbindung geben, beim Scirocco aber nicht. Der sieht mit seinem modernen Blechkleid einfach etwas zu beliebig aus, um dem Vergleich standzuhalten.


(Schneewittchensarg aus dem Artikel Zwei blicken zurück von Autobild.de)


Schlüsselindustrie

Automobilbau – Die überschätzte Schlüsselindustrie – kommt wahrscheinlich daher, daß diese Industrie eine riesige Lobby hat. Anders ist es auch kaum zu erklären, daß die Wege für die Autos seit Jahrzehnten immer weiter ausgebaut werden, während die für Bahnen und Schiffe weniger werden.


SAAB auf dem Sterbebett

Es ging heute durch alle Medien, für den schwedisch-amerikanischen Autobauer SAAB, der seit dem Kauf durch GM auch eine enge Verwandschaft mit Opel hat, wurde heute das Insolvenzverfahren eröffnet. Betroffen davon sollen ca. 4.000 direkte Arbeitsplätze in Schweden sein, aber sicher würde ein Ende der Produktion auch diverse Zulieferer weltweit und hier wohl auch wieder in Deutschland treffen.

Der erste Pkw wurde am 10. Juni 1947 durch SAAB hergestellt und das Unternehmen existierte viele Jahre als Teil des gleichnamigen schwedischen Luftfahrt- und Rüstungskonzern. SAAB wurde 1995 ausgegliedert, die Anteile gehörten zu dem Zeitpunkt zu gleichen Teilen SAAB und GM und seit 2000 gehört SAAB komplett zum amerikanischen Autogiganten General Motors.

Eines der prägenden Modelle für meine Wahrnehmung von SAAB als Automarke ist sicher der legendäre SAAB 900, der in erster Generation von 1979 bis 1994 gebaut wurde. Das Auto fiel durch sein Design mit der relativ steil stehenden Frontscheibe und dem flachen Heck ins Auge und ragte angenehm aus dem Brei der übrigen Fahrzeuge heraus.


(Bild wikipedia)

Legendär bei dem Auto ist auch die Robustheit der Gesamtkonstruktion, die sich unter anderem in großen Laufleistungen der Motoren niederschlug, wie ich es bei diesem Fahrzeug sah:


Nach 435.000 Kilometern war es mit diesem vorbei.
Aufgenommen im Januar 2005.

Spätestens seit 2000 scheint es mit SAAB aber immer weiter bergab gegangen zu sein. Die Ursachen sind für mich als Außenstehenden schwer zu ergründen, aber die immer weitere Verpflechtung mit Opel, ein daraus resultierender Gesichtsverlust, steigende Preise bei ausbleibender Mehrleistung und die zögerliche Entwicklung neuer Modelle und Plattformen waren sicher Teilursachen. Wobei es ja auch mit Opel in der Zeit abwärts ging und vom Mutterkonzern GM keine positiven Impulse kamen. Statt dessen wurde mit dem Aufbau der Billigmarke Chevrolet zu den Opelprodukten eine teilweise nur schwer abzugrenzende Konkurrenz aufgebaut.

Neue interessante Modelle wurden bei SAAB ab und zu auch gezeigt, aber mehr als Studien wurde daraus meist nicht. Und wenn, dann war es ein weiteres dieser eigentlich unnützen SUV, die jetzt sowieso niemand mehr will. Die Entwicklung kleinerer Modelle, die vielleicht an die alten Erfolgsmodelle anknüpfen könnten, blieb leider aus. Und so warten wir auch auf dieses Auto weiter vergeblich:


zwei Bilder einer Studie, die ich in diesem Frühjahr aus dem Netz gezogen hatte

Was die Zukunft für SAAB bringen wird, ist völlig offen. Die Insolvenz könnte der Anfang vom Ende sein, aber vielleicht auch die Chance für einen Neubeginn.

Neben SAAB gibt es einen weiteren schwedischen Automobil-Hersteller, dem es unter seinem großen amerikanischen Dach nicht besonders rosig geht. Auch hier scheint die Übernahme der Beginn vom Abstieg zu sein und auch hier ist die Zukunft sehr offen, wenn auch zumindest zur Zeit noch nicht ganz so düster wie bei SAAB – die Rede ist von VOLVO.

Die Insolvenz von SAAB wird gerne im Zusammenhang mit der derzeitigen Krise der gesamten Autoindustrie gesehen (wobei dies sicher nur ein Teil der Wahrheit ist). Obwohl auch diese Krise vor allem von den amerikanischen Firmen ausgeht, sind auch die Europäer betroffen. Eine gute Übersicht über den Zustand der europäischen Industrie bringt folgender Artikel: Europäische Autoindustrie auf Schleuderkurs


50 Jahre Sicherheit

50 JAHRE DREIPUNKTGURT: Das rettende Band

Die Leute bei Volvo wären sicher froh, wenn etwas derartig fortschrittliches auch in der heutigen Zeit die Hallen verlassen würde. Denn die Marke Volvo, die über viele Jahre die Sicherheit als eines der Argumente zum Kauf ihrer Autos anbringen konnte, sticht in diesem Bereich kaum noch aus der Masse heraus. Statt dessen fehlen richtig sparsame Autos und auch das Design ist nicht immer unumstritten.